| Detonator-Test mit Geforce4 Ti 4600 und Athlon-CPU |
Autor: Daniel Waadt |
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Erstellt am:
12.07.2002 Vorwort: Mit dem Detonator 30.30 erblickte heute ein neuer inoffizieller Nvidia-Treiber das Licht der Welt. Der Treiber ist auf den 14. Juni 2002 datiert und unterstützt soweit alle Nvidia-Grafikkarten ab dem Riva TNT Chip. In den letzten Wochen wurde viel über einen möglichen Bug in Verbindung mit 3DMark 2001 SE spekuliert. Ob 3DMark 2001 SE mit dem neuen Treiber anders abschneidet, erfahrt ihr auch hier in diesem Test. Dieser Artikel zeigt die Testergebnisse bei 3DMark 2001 SE, Comanche4, Serious Sam 2, Jedi Outcast und Q3 ab dem Detonator 28.32 bis zum aktuellen Detonator 30.30. Mit Hilfe von zwei Benchmarks untersuchen wir auch die Leistung bei 2x- und 4x-Antialiasing. Für diesen Detonator Performance-Vergleichstest verwenden wir eine Geforce4 Ti 4600 von Gainward, die wir auch bereits ausführlich getestet haben. Alle getesteten Detonator-Treiber können auch von unserer Download-Sektion heruntergeladen werden.
Lösungen für den
60-Hz-Bug: Falls ihr Windows 2000 oder Windows XP verwendet werdet ihr feststellen, dass DirectX- und OpenGL-Anwendungen nur mit einer Bildschirmfrequenz von 60 Hz laufen. Das ist nicht nur schädlich für die Augen, sondern auch extrem störend. In unserer Download-Sektion findet ihr einige Tools wie RefreshForce, oder RefreshLock, die den 60-Hertz-Bug eliminieren.
Test-Rechner:
3DMark2001 SE: Vor kurzem hat MadOnion einen Patch für 3DMark 2001 SE veröffentlicht, der einige kleine Änderungen bewirkt. Nach wie vor zählt der 3DMark zu den beliebtesten Benchmarks überhaupt. Mit dem Erscheinen von DirectX 9.0 dürfen wir uns vermutlich auch auf eine neue Version freuen.
Comanche4: Novalogic setzt auch bei Comanche4 noch auf die Voxel-Engine, welche auch bei Delta Force zum Einsatz kommt. Diese Engine ist sehr prozessorlastig, was man auch an den Benchmark-Ergebnissen unschwer erkennen kann. Bei Comanche4 spielt die Grafikkarte also nur eine untergeordnete Rolle, da sich der Prozessor um die meisten Aufgaben kümmern muss.
Serious Sam 2: Das kroatische Entwicklerteam Croteam hat bei Serious Sam 2 die Engine noch weiter verbessert. Dieses Spiel eignet sich hervorragen dafür, um die OpenGL-Leistung zu ermitteln. Für den Benchmark haben wir die Szene "Cooperative" gewählt
Jedi Outcast: Jedi Outcast nutzt die alt bewährte Q3-Engine von id Software. Das Spiel verfügt bereits standardmäßig über eine aufgenommene Demo-Szene, die auch für Benchmarks genutzt werden kann. Doch auf diese Szene haben wir bewusst verzichtet und stattdessen eine eigene aufgenommen. Diese spielt in einem geschlossenen Raum, wo es auch stärker zur Sache geht. Außerdem ist diese Szene mit rund 30 Sekunden etwas kürzer und erspart somit viel Zeit bei den Benchmarks. Diese Demo-Szene könnt ihr auch direkt bei uns downloaden (218 KB), falls ihr euch diese Demo mal anschauen bzw. selbst benchen wollt (Installationsanleitung inklusive).
Q3: Das Spiel Q3 ist in Deutschland indiziert, eignet sich aber nach wie vor dazu, um mit Hilfe des Benchmarks die Grafikleistung zu ermitteln. Diese Engine (OpenGL-Schnittstelle) wurde von id Software programmiert und kommt heute bei vielen Spielen zum Einsatz (z.B. bei Medal of Honor Allied Aussault). Als Benchmark verwendeten wir den Klassiker "Demo001".
Alle getesteten Treiber liegen sehr nahe beieinander, so dass es nicht möglich ist einen eindeutigen Gewinner zu ermitteln. Lediglich der vorletzte offizielle Detonator 28.32 kann bei 3DMark 2001 SE nicht mehr ganz mithalten.
Comanche4 erweist sich als sehr prozessorlastig und ist eventuell für einen derartigen Treibertest nicht geeignet, da alle Ergebnisse sehr eng zusammen liegen.
Schon bei 3DMark 2001 SE war der Detonator 28.32 etwas langsamer. Dieser Trend scheint sich auch bei Serious Sam 2 fortzusetzen. Der neue Detonator 30.30 kann sich auch hier nicht vom restlichen "Feld" absetzen.
Zunächst sollte erwähnt werden, dass wieder alle Treiber extrem eng beieinander liegen. Trotzdem ist der Detonator 30.30 der langsamste im direkten Vergleich, während sich der schon etwas ältere Treiber mit der Versionsnummer 28.32 an die Spitze setzen konnte.
Bei Q3 zeigt sich ein ähnliches Bild, das wir schon von den anderen Benchmarks gewohnt sind. Alle Treiber befinden sich auf einem nahezu gleichen Niveau.
Die obere Grafik erfasst alle Ergebnisse der vier Spiele-Benchmarks und gibt den Durchschnittswert wieder. So kann am einfachsten ermitteln werden, welcher Treiber bei den meisten Benchmarks die Nase vorn hat. Demnach ist der Detonator 28.32 der Spitzenreiter.
Antialiasing Benchmarks: Bei diesem Test wollen wir mit Hilfe von Serious Sam 2 und Jedi Outcast ermitteln, ob der neue Detonator 30.30 eventuell bei Antialiasing schneller ist. Leider ist dem nicht so wie die folgenden Grafiken zeigen.
Fazit: Die Treiber von Nvidia sind allesamt so ausgereift und stabil, dass es kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Treibern gibt. Hier muss man wirklich mal ein Lob an Nvidia aussprechen. Andere Hersteller haben vor allem bei der Treiberprogrammierung noch ihre Probleme. Auch bei Version 30.30 blieb der erhoffte Performancezuwachs aus, was aber nicht heißen soll, dass der neue Treiber schlecht ist. Während der Testphase traten bei allen getesteten Treibern keine Stabilitätsprobleme auf, so dass wir ausnahmslos alle getesteten Treiber empfehlen können. Anmerkung: Der Detonator 26.53 bis zur Version 28.90 wurde ebenfalls mit dem gleichen Testsystem vor einigen Monaten getestet. Diesen Test findet ihr unter diesem Link. Wegen geringen Änderungen am System (z.B. neuer Via 4in1 Treiber), haben wir uns entschlossen, die älteren Treiber ab der Version 28.32 erneut gegen den Detonator 30.30 antreten zu lassen, um absolut exakte Messergebnisse zu erzielen.
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