| Auswirkung von Overclocking | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Vorwort: In diesem Bericht gehe ich auf den Nutzen des "Overclockings" ein. Viele User übertakten ja ihre CPU, sei es nun just for fun, oder aufgrund von der erzielten Mehrleistung. Wird jedoch die Erhöhung der Taktfrequenz nun auch immer die gewünschte Mehrleistung bringen? Ist sie spürbar? Lohnt es sich eigentlich, und wenn ja, dann wo? Wie schon erwähnt wird hier auf diesen Sachverhalt eingegangen.
Testsystem und Bemerkungen:
Verwendete Benchmarks und Programme:
Nun zu den Benchmarks: Bei 3DMark2000 habe ich jeweils in einer hohen Auflösung, als auch in einer niedrigen Auflösung gebencht, um das Füllratenlimit der Grafikkarte zu vermeiden, was sich als starke CPU-Bremse bemerkbar macht (siehe 1024x768).
Wie man sehen kann bremst hier die Grafikkarte. In 640x480x16 beträgt der Leistungszuwachs noch 18%. Bei 1024x768x16 sieht die Sache nicht mehr so gut aus. Lächerliche 6%, also nicht der Rede wert. Mit einer schnelleren Grafikkarte würde die Sache natürlich anders aussehen, doch nicht jeder hat eine Geforce2 GTS. Für Spiele (den Großteil zumindest) kann man sich es ersparen, außer man besitzt eine Geforce2 aufwärts.
Jetzt zur Q3-Engine: Auch hier wurde in niedriger und hoher Auflösung getestet. Q3 ist meiner Meinung nach der beste Benchmark zum Ermitteln der Zeichenleistung einer Grafikkarte und der allgemeinen Spieletauglichkeit eines ganzen Systems. Die Map NV15 ist sehr Polygonlastig, geht also auf die T&L-Einheit der Grafikkarte und den Prozessor.
Hier sieht die Sache (noch) toll aus. Doch wer spielt schon mit so einer Hardware in solch einer niedrigen Auflösung?! Schauen wir mal wie es mit der hohen Auflösung ist...
Hier wird einfach gebremst ohne Ende. Ein Leistungszuwachs von ca.2% bei einer Erhöhung der Taktfrequenz um ca. 29%. Die Grafikkarte ist einfach zu überlastet und bremst den Prozessor. Die 29% Takterhöhung machen sich jedoch bei der sehr polygonlastigen Map NV15 von nVidia bemerkbar. Satte 22-, bzw.30% haben die 200 Extra-MHz noch rausholen können. Nicht schlecht...
nVidia Treemark: Dieser Benchmark testet die T&L-Leistung des Grafikchips und stresst kaum die Speicherbandbreite der Grafikkarte. Wie groß der Einfluss des Prozessors ist will ich hier zeigen. Der Benchmark enthält als simple 35820 Polygone pro Frame und als complex 128080 Polygone pro Frame. Werden die 200-Extra-MHz auch soviel Mehrleistung bringen wie bei der nVidia Map NV15, die ja auch eine sehr hohe Polygonzahl aufweist? Ich habe auch den Grafikchip einmal mit 120MHz Core-Takt und einmal mit 130MHz Core-Takt laufen lassen. Was bringt hier mehr? Die satten 200 Extra-MHz des Prozessors, oder die kleinen 10MHz des Grafikchips? Werfen wir mal einen Blick da drauf. Zunächst die beiden Prozessoren mit 130MHz Geforce Taktfrequenz:
Also 0,3%, bei einer Erhöhung der Taktfrequenz von 29%?! Nun zu den 120MHz des Geforce. Vielleicht wird uns da weitergeholfen.
Untersuchen wir nun die Auswirkung der 10 Extra-MHz. Getestet mit 700MHz. Also 130MHz Geforce-Core und 700MHz CPU.
Da haben wir es: Man erhöht die Taktfrequenz des Geforce um 8% und erhält 6-8% Mehrleistung. Beim erhöhen der CPU-Taktfrequenz um 29% nur 0,075-0,3%. Dieser Benchmark geht also nur auf die T&L-Einheit des Grafikchips. Leider ist es hier nicht so wie bei der Q3 Map NV15.
Cinema 4D Benchmark: Cinema 4D ist ein sog. Raytracing-Programm. Man kann damit Animationen etc. erstellen. Dieser Benchmark gibt als Ergebnis einen Faktor aus. Es wird von einem Pentium133MHz ausgegangen. Bekommt man also den Faktor 7,16MP, heißt das, dass dieser Prozessor diesen Benchmark 7,16mal schneller als ein Pentium133MHz gemeistert hat.
Hier merkt man was von der Prozessor-Power. 25% mehr werden da rausgeholt. Schauen wir mal wie flott die Delphinszene der Cinema 4D 5.29XL Demoversion gerendert wird...
Dieser Benchmark sagt es richtig voraus, gut 25% Mehrleistug auch beim rendern einer Szene. Je höher die Taktfrequenz eines Prozessors, desto "kräftiger" ist seine FPU (Floating Point Unit). Dies hat spürbare Auswirkungen bei Raytracern und CAD-Programmen und zwar immer. Bei solchen Programmen zählen nur MHz und FPU-Power.
Fazit: Für Spiele lohnt es sich nur, wenn man eine Geforce2 aufwärts sein Eigen nennt. Leistungssteigerungen von 2-6% bedeuten oft nur 1-2frames, was einfach lächerlich ist. Mit schnelleren Grafikkarten sieht es besser aus. Die Grafikkarte zu übertakten bringt in hohen Auflösungen (und Farbtiefen) mehr, als den Prozessor zu übertakten. Der dreht nämlich Däumchen, während die Grafikkarte am Limit arbeitet. Bei niedrigen Auflösungen sieht man jedoch einen großen Zuwachs. Dies ist auf die niedrigeren Anforderungen an die Grafikkarte zurückzuführen. Ist jedoch eine extrem hohe Polygonzahl zu bewältigen, hat der Prozessor auch noch etwas zu tun und kann es in Mehrleistung umsetzen, selbst wenn die Grafikkarte am Limit ist (siehe Q3 NV15-Map;Ausnahme:nVidia Treemark). Für Raytracing- und CAD-Programme gilt: je höher die Taktfrequenz desto besser! Hier spürt man schon so gut wie jedes MHz.
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