| Referenzplatine: Shuttle Spacewalker Ak31 Rev. 3.1 |
Autor: Michael Meier |
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Erstellt am: 17.03.2002
Vorwort: Das vorliegende Board ist zwar schon seit einiger Zeit erhältlich, dass wir es hier trotzdem noch einmal näher in Augenschein nehmen, hat folgende Gründe: Zum einen ist das Board im Vergleich zu früheren Reviews im Web natürlich auch mit der Zeit über einige Bios-Revisionen „gereift“, was durchaus Folgen z.B. im Bezug auf die Entwicklung der Performance und Stabilität hatte, zum anderen möchten wir es gerne als Referenzplatine für unsere kommenden Mainboard-Tests bei PC-Extreme heranziehen. Das Ak31 erfreute sich bereits in der Revision 2.0 (KT266) großer Beliebtheit, erwies es sich doch schon seinerzeit als sehr schnelle und qualitativ hochwertige Platine zu einem günstigen Preis! Auch in der vorliegenden Revision 3.1 mit dem aktuellen KT266A Chipsatz ist das Board bei vielen Händlern schon für ca. 120 € erhältlich.
Verpackung, Spezifikationen und Layout: Das Shuttle AK31 Rev. 3.1 kommt in einem schicken silberfarbenen Karton daher, auf dessen Deckel gleich eine ganze Ansammlung von Aufklebern zu finden ist, die den Käufer unübersehbar auf die Auszeichnungen und Prämierungen, die dieses Board in verschiedenen Reviews erhalten hat, hinweisen. Der Karton-Inhalt erweist sich dagegen als eher nüchtern. Neben dem Board findet sich das obligatorische Handbuch, eine Treiber-CD, ein Floppy-Kabel und gerade einmal ein ATA100 Kabel. Weitere Goodies sucht man hier vergeblich. Das englische Handbuch ist gut bebildert, so dass auch PC-Einsteiger keine großen Schwierigkeiten bei der Installation des Boards und der Software haben sollten. Die beiliegende Treiber-CD ist nicht gerade üppig ausgestattet. Sie beinhaltet das Handbuch noch einmal im PDF-Format, die notwendigen Via 4in1 und Audio Treiber in der Version 4.34, sowie das Award Flash-Utility. Dies ist nicht gerade eine üppige Ausstattung. Man muss Shuttle allerdings zugestehen, dass das AK31 Rev. 3.1 wohl zu den schnellsten und qualitativ hochwertigen KT266A-Platinen gehört, dafür aber nur ca. 120 € kostet! Die Board-Spezifikationen lauten wie folgt: 4 x 184-Pin
DIMM-Sockel 2-Kanal Enhanced
PCI IDE 1 x A.G.P.
(4X Modus), 3,3V 1 x Diskette
Soweit die technische Spezifikation. Gegenüber dem Vorgänger-Modell mit dem KT266 sind bei der aktuellen Revision rein äußerlich keine Unterschiede erkennbar. Tatsächlich hat Shuttle auf eine Überarbeitung des Layouts verzichtet, dies war auch nicht nötig, denn VIA’s KT266A ist pin-kompatibel und so konnten die Hersteller die Layouts ihrer KT266-Boards weitestgehend übernehmen. Die Lage der Anschlüsse ist recht gut gelungen. Der ATX-Anschluss liegt relativ weit oben, so dass der Luftstrom des CPU-Kühlers bei der Verkabelung nicht gestört wird. Die IDE/Floppy-Anschlüsse befinden sich ebenfalls gut positioniert am Platinenrand. Sehr angenehm ist das Vorhandensein eines sechsten PCI-Slots. User, die viele Karten in ihrem System beherbergen wollen, werden dies zu schätzen wissen. Da auch der KT266A wieder nur 4 Int-Eingänge zur Verfügung stellt ( im Gegensatz zum SiS735/745 und AliMagic mit jeweils 6 Ints ), muss der User gegebenenfalls etwas „probieren“ in welchem Slot seine PCI-Karten einwandfrei laufen, ohne IRQ-Pobleme zu bekommen. Im beiliegenden Handbuch findet sich leider keine Int-Request Tabelle, die einem hier Aufschluss über die Verteilung der entsprechenden Ressourcen bzw. das IRQ-Sharing geben könnte. Shuttle stellt aber zumindest online auf der Support-Page die folgend abgebildete Int-Request-Tabelle zur Verfügung:
Das Shuttle den für Enduser relativ nutzlosen CNR-Slot verbaut hat, fällt angesichts der 6 PCI-slots kaum negativ auf. Beim Onboard-Sound handelt es sich um den mittlerweile fast zum Standard gewordenen AC97. Da diese Soundlösung auf dem AK31 verstärkt wurde, klingt der Codec recht ordentlich und dürfte für Gelegenheitsspieler ausreichen. Schauen wir uns das Layout weiter an, so fallen natürlich die vier Speicherbänke auf, die einen reichlichen Ausbau des Arbeitsspeichers auf (theoretisch) bis zu 4 Gigabyte RAM zulassen. Des weiteren fällt angenehm auf, dass Shuttle das AK31 weitestgehend ohne Jumper gefertigt hat. Es befinden sich lediglich zwei Jumper auf der Platine, wobei der eine dem Clear CMOS, der andere der Bios Write Protection dient. Ein weiteres kleines Goodie, welches schon beim Vorgänger-Modell vorhanden war, ist die simple AGP-Arretierung. Dieser kleine Mechanismus sorgt dafür, dass die AGP-Grafikkarte sicher in ihrem Slot verankert bleibt. Sehr angenehm ist die Lage eines Fan-Anschlusses direkt am AGP-Slot. Wer seine Grafikkarte also mit einem Edel-Lüfter tunen will, findet hier in unmittelbarer Nähe den passenden Anschluss. Allerdings sitzt der FAN-Anschluss sehr nahe am AGP-Slot, so dass ich empfehlen würde, den Stecker des Grafikkartenlüfters vor dem eigentlichen Einstecken der Grafikkarte einzustöpseln, denn ansonsten wird es ein ziemlich kniffliges Unterfangen, den Lüfter anzuschließen. Insgesamt befinden sich vier FAN-Anschlüsse auf dem AK31, wobei natürlich zwei zwingend durch CPU- und Northbridge-Lüfter belegt sind. Die keep-out-area hat Shuttle allerdings minimal verletzt – der doch relativ große RedCooler ließ sich problemlos installieren; beim Alpha PAL8045 wird es jedoch etwas eng. Zwar ist eine Montage möglich, allerdings nur wenn man bereit ist, einen recht nahe am Sockel stehenden Kondensator leicht zu verbiegen. Da dies aber sicher nicht im Sinne des Erfinders liegt, würden wir vom Einsatz des Alpha abraten. Ansonsten entspricht das Shuttle AK31 dem gängigen Layout-Standard. Raid oder LAN-Onboard findet man nicht, aber es sei auch noch einmal an den recht günstigen Preis von nur ca. 120 € erinnert. Wer mehr Ausstattung will, findet dies z.B. beim „größeren“ Bruder des AK31, dem AK35GTR.
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